Jugend debattiert 2009
Jugend debattiert - ein lohnendes Prokjekt
Das Projekt „Jugend debattiert" ging in diesem Jahr in die siebte Runde und das Finale des Schulverbundes Duisburg / Essen I fand am Gymnasium in Essen-Werden statt. Bei diesem Gesprächsformat, für das der Bundespräsident die Schirmherrschaft übernommen hat, geht es um die Beleuchtung kritischer Sachverhalte - unter Berücksichtigung präziser Debattenregeln. Maßstäbe, nach denen eine Debattenleistung mathematisch exakt und zweifelsfrei beurteilt werden könnte, gibt es nicht. Auch zeigt sich die Redefähigkeit des Einzelnen immer nur relativ, im Verhältnis zu seinen jeweiligen Gesprächspartnern. Das macht die Bewertung schwierig. Trotzdem muss sie nachvollziehbar und durchschaubar sein, da andernfalls ein fairer Wettbewerb nicht möglich wäre. Also bedarf es ausdrücklicher Kriterien, die zumindest im Umriss zeigen, worin die Qualität der rednerischen Leistung liegt. Bei Jugend debattiert sind es folgende vier: Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.
Die Schülerinnen und Schüler des Landfermann-Gymnasiums, der Gustav-Heinemann-Gesamtschule (Essen), des Gymnasiums Essen-Werden und des Abtei-Gymnasiums debattierten in zwei Altersklassen u.a. diese Themen kontrovers: Soll in Deutschland Werbung für Alkohol verboten werden? Soll der Sportunterricht in der Schule ausgeweitet werden? Sollen an Schulen nur noch Lebensmittel aus biologischem Anbau angeboten werden? (Sek. I) Soll in jeder Schule die Bundesflagge aufgehängt werden?
Soll die Anzahl der Kraftfahrzeuge pro Privathaushalt gesetzlich begrenzt werden? Soll für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10 ein verpflichtendes Sozialpraktikum eingeführt werden? (Sek. II)
Trotz eines engagierten Einsatzes konnten sich die Schülerinnen und Schüler unserer Schule in diesem Jahr nicht für die nächste Runde qualifizieren. Ob und wie dieses Projekt, das der Schulung der Kommunikationsfähigkeit dient, in Zukunft fortgeführt werden kann, ist noch nicht im Detail bekannt. Fest scheint zu stehen, dass die Schulverbünde aufgelöst und stattdessen Regionalverbünde gebildet werden sollen. Die Begegnung mit Schülerinnen und Schülern anderer Schulen im Rahmen dieses Wettbewerbes würde so auf einen äußerst begrenzten Schülerkreis reduziert.
Jugend debattiert 2007
Kristina Luge 4. beim Bundesfinale
Rund 60.000 Schüler und 2.300 Lehrkräfte an 500 Schulen in ganz Deutschland haben sich am Bundeswettbewerb Jugend debattiert 2007 beteiligt. Die besten acht Schülerinnen und Schüler (vier in der Sek I. vier in der Sek II), die sich in mehreren Vorrunden durchgesetzt hatten, debattierten am Sonntag, 17.06.07 im Finale vor Bundespräsident Horst Köhler im Großen Sendesaal des RBB. "Soll die deutsche Sprache vor Anglizismen gesetzlich geschützt werden"? lautete das Thema für die 8. bis 10. Klassen. Als Preis für ihre tolle Leistung darf Kristina an einer Akademiewoche mit weiteren Rhetorikschulungen in Thüringen teilnehmen. Der Sieger der Sekundarstufe I stammt aus Mecklenburg-Vorpommern, die weiteren Platzierten aus Baden-Württemberg und Bayern.
"Jugend debattiert ist ein gutes Beispiel dafür, wie Bildung durch Engagement und Partnerschaft vieler Menschen und Institutionen gelingen kann", betonte Bundespräsident Horst Köhler. "Mit fairen Mitteln zu argumentieren, gemeinsam zu einem Ergebnis zu gelangen und damit letztlich die Fähigkeit, verantwortlich von der Freiheit Gebrauch zu machen, die uns als Bürgern gegeben ist - das zu erlernen und zu üben, ist der Kern von Jugend debattiert.Das Projekt trägt so unmittelbar zur politischen Bildung bei", so Köhler, der den Wettbewerb als "eine beeindruckende Erfolgsgeschichte" bezeichnete.
Der Bundeswettbewerb Jugend debattiert feiert in diesem Jahr sein 5jähriges Jubiläum. Fast 200.000 Schülerinnen und Schüler haben sich seither an Deutschlands größtem Debattierprojekt beteiligt. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Stiftung Mercator, die Heinz Nixdorf Stiftung und die Robert Bosch Stiftung, die den Bundeswettbewerb gemeinsam durchführen, möchten auf diese Weise das qualifizierte Mitreden und Mitgestalten in der Demokratie fördern. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, die 16 Kultusministerien leisten einen substanziellen Beitrag, die Kultusministerkonferenz tritt unterstützend auf. Mit einem Etat von 10,8 Mio. Euro ist Jugend debattiert das größte privat finanzierte Vorhaben zur sprachlichen und politischen Bildung in Deutschland.
Der Wettbewerb spricht alle weiterführenden Schulformen an: Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen und Berufsschulen. 500 Schulen arbeiteten im laufenden Schuljahr in einem bundesweiten Netzwerk zusammen. Jugend debattiert verknüpft Training und Wettbewerb. Professionelle Trainer schulten Lehrer der Klassen 8 bis 13 fächerübergreifend im Debattieren. Mit speziellen Unterrichtsmaterialien ausgestattet, trainierten die Lehrkräfte anschließend ihre Schüler im Klassenverband. Der Wettbewerb erfolgte auf vier Ebenen: Klasse, Schulverbund, Land und Bund.
In einer Debatte bei Jugend debattiert äußern sich jeweils vier Jugendliche zu aktuellen politischen und schulischen Streitfragen. Jeder erhält zunächst zwei Minuten ungestörte Redezeit, in der er seine Position - pro oder contra - darlegt. Es folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für ein Schlusswort steht jedem Teilnehmer eine Minute zur Verfügung. Seine ursprüngliche Meinung darf er dabei verändern. Eine Jury bewertet die Debattanten nach Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.
Jugend debattiert ist in den fünf Jahren seines Bestehens zu einer festen Größe im schulischen Unterricht geworden. Neben den 500 am Projekt beteiligten Schulen wurde die Unterrichtsreihe zu Jugend debattiert im Curriculum der Referendariats-Ausbildung in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen erprobt, weitere Bundesländer sollen folgen. Langjährige Jugend debattiert-Lehrkräfte bilden mittlerweile als "Lehrer-Trainer" ihre Kollegen im Debattieren aus und sorgen so dafür, dass das Projekt bei gleichbleibender Qualität noch mehr Schüler erreichen kann.
Inzwischen hat der Wettbewerb auch Deutschlands Grenzen überschritten: Bei Jugend debattiert international debattieren Schülerinnen und Schüler in Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien und der Ukraine über aktuelle Fragen in deutscher Sprache. In der Schweiz findet Jugend debattiert in deutscher, französischer und italienischer Sprache statt. Erstmals konnten in diesem Jahr auch vier Sieger der Landeswettbewerbe Jugend debattiert international ihr Können vor dem Bundespräsidenten unter Beweis stellen. "Soll ein soziales Pflichtjahr für Männer und Frauen eingeführt werden"? lautete das Thema der Schaudebatte, die Kristi Ruusna aus Estland, Anna Chmura aus Polen, Jakub Stefela aus Tschechien und Denys Chernyshenko aus der Ukraine führten.
Siehe auch http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schueler/Wettbewerbe/Reportagen/Jugend_dabattiert/index.html
Kristina Luge für Berlin qualifiziert
Kristina Luge, Schülerin der Klasse 10 c, hat sich beim NRW-Landesfinale des Projektes "Jugend debattiert" durchgesetzt und die Qualifikationsrunde zum Bundesfinale in Berlin erreicht.
Auf Einladung der Landesregierung fand das diesjährige Finale in der Villa Horion statt, dem ehemaligen Dienstsitz des Ministerpräsidenten von NRW. In Anwesenheit der Landtagspräsidentin, Frau Dinther, und der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, Frau Sommer, debattierten die vier Finalisten, die sich auf dem Weg zu dieser Endrunde gegen ca. 9000 Mitbewerber durchgesetzt hatten, die Frage: "Soll jugendlichen Besuchern bis zum 18. Lebensjahr freier Eintritt in öffentlichen Museen gewährt werden?" In dieser Debatte konnte Kristina die Jury durch ihre Sachkompetenz, Gesprächsfähigkeit, Eindringlichkeit und Sprachgewandtheit überzeugen.
Sie errang den zweiten Platz und wird somit in der Sekundarstufe I das Land NRW in Berlin vertreten. Dort wird sie in zwei Vorrunden, aus denen vier Gewinner ermittelt werden, auf die beiden Erstplatzierten anderer Bundesländer treffen. Im Schloss Bellevue, dem "Wohnzimmer" des Bundespräsidenten, der als Schirmherr dieses Projekts sein Erscheinen angekündigt hat, wird in der Finaldebatte der Bundessieger ermittelt.
Josef Menden
JUGEND DEBATTIERT ist ein bundesweiter Wettbewerb, an dem Schüler der Sekundarstufe I und II teilnehmen können. In Vierergruppen wird jeweils vierundzwanzig Minuten lang über ein vorgegebenes Thema kontrovers debattiert. Zwei Redner vertreten die Pro- und zwei die Contra-Seite, dabei muss sich allerdings jeder auf beide Positionen vorbereiten.
Es gibt insgesamt vier Qualifikationsstufen:
die schulinterne Qualifikation,
den Schulverbundwettbewerb,
die Landesqualifikation und
das Bundesfinale.
Beim diesjährigen Schulverbundswettbewerb waren im Schulverbund Essen I die Gustav-Heinemann-Gesamtschule, das Gymnasium Essen Werden, das Landfer-mann-Gymnasium und das Abtei-Gymnasium vertreten. Von unserer Schule nahmen sechs Schüler teil: Kristina Luge, Hannah Kertesz, Marta Przyrembel und Lukas Waschat für die Sek. I, sowie Marvin Jakobi und Lukas Huth für die Sek. II.
Unsere Schule war sehr erfolgreich, denn gegen die Teilnehmer der anderen drei Schulen des Schulverbundes Essen I zeigten alle eine sehr gute Leistung. So kamen von unseren sechs Teilnehmern vier unter die insgesamt acht Platzierten:
Platz 1 in der Sek. I: Lukas Waschat
Platz 3 in der Sek. I: Kristina Luge
Platz 4 in der Sek. I: Marta Przyrembel
Platz 4 in der Sek. II: Lukas Huth.
Platz 1 und 2 jeder Stufe nehmen sowohl an einem Rhetorik-Seminar, als auch an der Landesqualifikation teil.
Damit hat sich Lukas Waschat für die nächste Runde qualifiziert. Leider kann Lukas aus terminlichen Gründen bei der nächsten Wettbewerbsrunde nicht dabei sein. Somit rückt automatisch als Drittplatzierte der Sek. I Kristina Luge nach.
Der nächste Wettbewerb findet voraussichtlich am vorletzten Märzwochenende statt.
Kristina Luge








