Gymnasium des Bistums Essen für Mädchen und Jungen

Finale in Moskau winkt

Alexey Grinin hat gut lachen: Die ersten Ausscheidungsrunden auf nationaler Ebene hat er mit Bravour gemeistert. Die ganze Schule drückt dem Abtei-Gymnasiasten jetzt die Daumen, dass er eine Fahrkarte zur internationalen Schlussrunde in Moskau gewinnt. RP-Foto: Andreas Probst

(RP)Alexey Grinin hat sich als Chemie-Talent erwiesen. Mit etwas Glück kann sich der Abtei-Schüler bei der Chemie-Olympiade eine Fahrkarte zur internationalen Ausscheidung in Moskau sichern.


Von Hans Ulrich Kreß


Drei Vorrunden mit harten Aufgaben liegen hinter Alexey Grinin aus der Jahrgangsstufe 12 des Hamborner Abteigymnasiums bei seiner Teilnahme an der diesjährigen Auflage der internationalen Chemie-Olympiade. Dabei konnte er sich erfolgreich gegen annähernd 700 Mitbewerber in der ersten Ausscheidungsrunde durchsetzen und zählt nun nach drei Wettkampfrunden zu den fünfzehn Chemieausnahmetalenten, die die nationale Schlussrunde in Kiel bestreiten. Den besten vier unter ihnen winkt die Fahrkarte zur internationalen Chemie-Olympiade, die in diesem Jahr in der russischen Hauptstadt Moskau ausgetragen wird.


Dabei ist Alexey Grinin sein fundiertes Chemiewissen nicht in den Schoß gefallen. Das musste er sich hart erarbeiten. Sein Interesse für die Naturwissenschaften entdeckte er vor etwa zwei Jahren, als er an einer Mathe-AG am Abteigymnasium teilnahm. Er nahm den gefundenen Faden auf, spann ihn weiter und landete schließlich bei der Chemie als seinem naturwissenschaftlichen Favoritenfach. Zusammen mit seiner Chemiefachlehrerin Dr. Gertrud Wiese bestärkte und unterstützte ihn sein Schulleiter Thomas Regenbrecht, die "Farben" seines Abteigymnasiums mit seiner Teilnahme an der internationalen Chemie-Olympiade nicht nur zu verteidigen und hochzuhalten, sondern offensiv zu vertreten. Das gelang ihm in den ersten drei Runden mit bestem Erfolg.

Dabei sind seine Startvoraussetzungen gar nicht die allerbesten. Am heimischen Gymnasium kam kein Chemieleistungskurs zu Stande. "Schülern aus einem Leistungskurs stehen ganz andere praktische Laborübungsmöglichkeiten zur Verfügung", bestätigt Schulleiter Regenbrecht.

Hinzu kommt, dass der Duisburger Chemieenthusiast als Schüler der Jahrgangsstufe 12 zu den jüngeren Teilnehmern zählt. "Da gleicht Alexey viel durch Lernen aus Büchern zu Hause aus", erklärt Fachlehrerin Wiese. Von den ersten Ausscheidungsrunden berichtet Grinin von der Teilnahme an ausgefeilten Chemieseminaren, aufwendiger Labortätigkeit und kniffeligen Klausuren. Wirklich hochkarätige Preise winkten bisher bei den ersten drei Runden nicht. Da gab es Buchgeschenke und -gutscheine sowie die Teilnahme an einem einwöchigen Praktikum an der Chemieforschungsanstalt Jülich zu gewinnen.


Da wird nun in der nationalen Schlussrunde an der Uni-Kiel, die traditionell die Vorausscheidungen ausrichtet, anders werden. Die vier Sieger erhalten ein nicht fachgebundenes Stipendium für die Zeit nach ihrem Abi.


Eliteschule

Sollte Alexey Grinin sich im Juli auch in Moskau durchsetzen, winken nicht nur die hoch angesehenen Goldmedaillen sondern weitere Stipendien an Elitehochschule in England oder den USA.

Rheinische Post, 24.03.07

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