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Tage des Wissens

MINT-Nacht am Abtei-Gymnasium war krönender Abschluss der vier MINT-Veranstaltungen.

 

Feiner Duft von selbstgemachten Karamellbonbons vermischt mit einem Geruch von verbrannter Cola durchzogen die Flure der Schule, als es nach den Herbstferien am Abtei-Gymnasium in Duisburg-Hamborn hieß „Biochemisch die Welt der Lebensmittel erkunden“. Über 50 Grundschüler aus Duisburg und Oberhausen hatten sich zu der Auftaktveranstaltung der MINT-Workshops zu einem Biologie-Chemie-Angebot angemeldet und experimentierten mit großer Begeisterung, um auf Spurensuche nach sonst unsichtbaren Nährstoffen zu gehen. Am Ende stellten sie mit viel Herz und Chemie eigene Süßigkeiten her, über deren Inhalte dann alle bestens Bescheid wussten.

Nachdem auch die folgenden Nachmittagsveranstaltungen aus den Bereichen Mathematik-Informatik und Physik-Technik sich bei den Grundschülern und deren Eltern großer Beliebtheit erfreuten, bildete die MINT-Nacht einen krönenden Abschluss der MINT-Veranstaltungen.

Eine Schnitzeljagd rund um unzählige Aufgaben und Experimente der MINT-Fächer eröffnete die große Wissens-Nacht:

In der Mathematik erwarteten die Kinder beispielsweise interessante Knobelaufgaben und komplizierte geometrische Körper, die selbst gebaut und dann in 3D-Ansicht auf Papier gebracht wurden. Währenddessen konnte in der Informatik nach Herzenslust an altern Rechnern geschraubt werden, um dem Aufbau eines Computers auf die Spur zu kommen. Oder man konnte kleine Programme für ein eigenes Computerspiel schreiben. Förster Fritz trieb in der Biologie sein Unwesen, wo ihm die Kinder durch Untersuchung von Laubstreuproben, Mikroskopieren von Einzellern und Auffinden von lebenden Stabschrecken helfen durften, Ordnung in seine Forschungsstationen zu bringen und gleichzeitig interessante Erkenntnisse über die Bäume, Pflanzen und Organismen eines Waldes gewannen. In der Chemie ging’s ein bisschen wie bei Bibi Blocksberg zu: Noch nie etwas von Elefantenzahnpasta oder Theaterblut gehört? Das brauten die Grundschüler hier selber zusammen und testeten es anschließend mit großem Vergnügen. Die Physik/Technik hatte mehrere interessante Fragestellungen aus Elektrizitätslehre und Optik zu bieten, denen anhand von Experimenten praktisch nachgegangen werden konnte. Sowohl Gefahrenspezialisten wurden von der Lesepädagogin Frau Rotthoff-Wiegel ausgebildet als auch Detektive, die bei Taschenlampenbeleuchtung und ganz besonderem Raumfeeling eine gestaltete Lesung über „Das Schulgeheimnis“ miterleben konnten.

„Herzlich willkommen zu unserer tollen, wundervollen, umwerfenden, ungewöhnlichen, großartigen, unheimlich faszinierenden, hypermegagalaktisch guten...“ (Zwischenruf aus dem Off: „Jetzt übertreib’s mal nicht!“) … Physikshow!“ begrüßte Djamila, die bei dem Theaterstück „Einstein und seine Schüler“ eine der acht Schülerinnen von Prof. Einstein (Finn Behrends) spielte. Von Übertreibung keine Rede. Neun spielfreudige Jugendliche aus der 8c zogen nicht nur alle Grundschüler, sondern auch deren Eltern für knapp zwei Stunden in ihren Bann und zeigten in ihrem temperamentvollen Spiel eine Reihe von eindrucksvollen Experimenten.

Schon nach der Aufwärmübung das erste spektakuläre Experiment: Ein riesiges Ölfass mit heißem Wasserdampf wurde zu den Klängen von „Mission Impossible“ mit kaltem Wasser übergossen. Natürlich mit tänzerischen Darbietungen und nach Anlegen einer aufwändigen Schutzkleidung, die Jasmin und Finn für ihr Experiment auch brauchten. Denn eine ohrenbetäubende Implosion war die Folge, die Jasmin an die Wand schleuderte – das Publikum war begeistert.

Vorher wurden die Grundschüler gefragt: Was passiert, wenn das Fass fest verschlossen und mit kaltem Wasser übergossen wird?

– A) Der Deckel fliegt heraus.

– B) Das Fass zieht sich zusammen.

– C) Es fliegen Quietscheentchen aus dem Fass.

– D) Es passiert nichts.

Mit ihren ausgelegten ABCD-Karten konnten sie bei allen Versuchen durch Hochhalten der entsprechenden Karte zeigen, welche Antwortmöglichkeit ihnen richtig erschien. Irrsinnig komisch auch Christina, die als ABCD-Fee bei jeder Fragerunde nach vorne eilte und die Antwortmöglichkeiten pantomimisch veranschaulichte.

Trotz der kurzweiligen und extrem komischen Darbietung blieben die Experimente aber nie unerklärt – zumindest versuchte Einstein die Phänomene einfach und anschaulich zu erklären – soweit das für einen verrückten Wissenschaftler eben möglich ist. Die Grundschüler hielt es kaum auf ihren Plätzen, jeder wollte auf der Bühne bei den ungefährlicheren Experimenten helfen - angefangen von Löffel-Herauszieh-Versuchen mit Maisstärkepampe, über Demonstrationen des Bernoulli-Effekts mit Luftschläuchen oder dem Effekt von Mentos in Cola bis hin zur Herstellung von fluffigem, cremigem Erdbeereis, das mit flüssigem Stickstoff zubereitet wurde.

Eindrucksvoll zeigten bei unserer MINT-Nacht Laborhelfer, Lesementoren, Schüler aus der Technik-AG, der Sanitäter-AG, Q2-Oberstufenschüler, andere freiwillige Helfer, MINT-Lehrer und Nicht-MINT-Lehrer, was man mit viel Spaß und gemeinschaftlich auf die Beine stellen kann, um jüngere Schüler auf MINT-Themen neugierig zu machen.

Die erste MINT-Nacht am Abtei-Gymnasium war ein voller Erfolg und wird bestimmt nicht die letzte sein.