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Musical forever

Musical-Aufführungen haben am Abtei-Gymnasium Tradition. Seit mehr als 20 Jahren bringt die Musical-AG unter Leitung von Musiklehrer Werner Kettler jährlich eine neue Produktion auf die Bühne. Sind in einem Jahr überwiegend Schüler der Unterstufe beteiligt, so richtet sich das nächste Musical an die Mittel-/ Oberstufe. So sangen und tanzten bei der letzten Produktion im September 2005 Schüler aller Altersstufen beim Musical "TABALUGA".

Grafik: Janina Nattkamp 1

 

Die Proben für das neue Musical sind in vollem Gang. Die ersten Ausschnitte werden wir am 2.Juni im Kulturzentrum Kiebitz, DU-Marxloh präsentieren. Weitere Infos gibt es auf unserer homepage www.abtei-musicals.de.

Foto: Fotostudio Weiler 1

Foto: Fotostudio Weiler 2

Bei allen Musicals wird stets live gesungen und gespielt. Die musikalische Begleitung besteht meist aus einer Schülerband. Lediglich bei "MY FAIR LADY" (2003) hat uns das 40-köpfige Jugendorchester Duisburg e.V. begleitet. Der musikalische Leiter dieses Sinfonieorchesters, Benjamin Reiners, hat gerade zur Zeit der Premiere an unserer Schule das Abitur abgelegt. Da Benni bereits seit Klasse fünf an den Musicalproduktionen beteiligt war, bedeutete diese Produktion gleichzeitig Anfang und Ende: Ende der Schulzeit am Abtei-Gymnasium, Beginn des Musikstudiums in Köln.

Grafik: Katharina Lobreyer 1

Neben der musikalischen Präsentation werden auch alle anderen Aufgaben wie das Erstellen von Kostümen, Requisiten, Bühnenbild und die Licht- und Tontechnik durch Mitglieder der Musical-AG übernommen. Gern greifen wir hierbei auf das Geschick und die Fähigkeiten von Müttern und Vätern zurück. Und ohne die Mithilfe der Schülerfirma PLS (Professional Light & Sound) würden wir stumm im Dunkeln stehen. Lediglich bei auswärtigen Gastspielen, so im Theater am Marientor, im Duisburger Stadttheater oder in der Walsumer Stadthalle, greifen wir auf die technischen Anlagen der jeweiligen Halle zurück.

 

MY FAIR LADY

(Simon Fahrenholz, Katharina Lobreyer, Christopher Haccius)

Foto: Fotostudio Weiler 3

 

GREASE Foto: Hannes Kirchner 1


Wie kann man Musical-Darsteller werden?

Zu Beginn einer neuen Produktion findet sich am Schwarzen Brett ein Aufruf, dass sich Sing- und Tanzbegeisterte melden können. Geprobt an jedem Samstag von 11-13 Uhr. Dies schreckt allerdings nur Wenige ab, so dass schon bald darauf ein Casting stattfindet. Von jedem Sangeswilligen wird eine Cassette aufgenommen, die der gesamten Crew vorgespielt wird. Meist stellt sich schnell heraus, wer für welche Rolle in Frage kommt.

HAIR Foto: Hannes Kirchner 2

Die Choreografie wird in der Regel von tanzerfahrenen Schülern übernommen. Bei"TABALUGA" beispielsweise probten wir oft parallel in drei Gruppen mit je einem "Chefchoreografen". Dabei ist die stilistische Vielfalt der Tanzdarbietungen durchaus gewünscht.

Mitunter holen wir uns Tipps von "echten" Profis. So hat der Diplom-Musical-Darsteller Stefan Stara uns bei "GREASE" (2001) einige wertvolle Bewegungstricks verraten. Dies mag ihn an seine Zeit als "Berger" im Musical "HAIR" (1996) erinnert haben.

Claude und Berger aus HAIR Foto: privat

(Andreas Schneider, Stefan Stara)

Ob die Idee, das Fach Musical an der Folkwang-Hochschule zu studieren, durch den großen Erfolg in dem "Hippie-Musical" entstanden ist, kann nur vermutet werden. Jedenfalls hat der Kontakt mit dem Sänger Jerzy Jeszschke Stefan sicherlich bestärkt, den Beruf des Musical-Darstellers zu wählen. Auch bei der jetzigen Produktion "We Will Rock ", "In The Year 2525" wird Stefan uns wieder coachen.

Jerzy Jeszschke hat uns in Oberhausen erlebt und sich ganz spontan entschlossen, uns gesangstechnisch zu fördern. Als Darsteller des Jean Valjean in "Les Misérables" und des "Phantoms" im gleichnamigen Musical in Hamburg hat er uns enorm viel an Erfahrung und Ausstrahlung weitergegeben. Dies kam allen "Hippies" v.a. bei der "OPEN-HAIR"-Aufführung (1997) im Landschaftspark DU-Nord zu Gute.

Im Zusammenhang mit dem 100-jährigen Jubiläum des Abtei-Gymnasiums haben wir Filme und Fotos mit den Highlights der letzen Musical-Produktionen als DVD und CD zusammengestellt. Diese können Interessenten im Sekretariat erwerben.

Warum kommen Musicals so gut an?

Einerseits hat der Erfolg unserer Musicalproduktionen sicherlich mit dem Interesse des Publikums am Genre Musical zu tun. Andererseits kommen beim Musical viele Begabungen und Vorlieben zur Geltung: Gesang, Tanz, Show, Theaterspiel, künstlerische Gestaltung u.v.m. Anders als beim Konzert oder Schauspiel werden beim Musical ratio und emotio gleichermaßen angesprochen. Den Darstellern fällt es leicht, ihre Spielfreude auf das Publikum zu übertragen. Nicht zuletzt haben die Erfolge stets neue Impulse für weitere Produktionen gegeben. Wer möchte nicht gern im Theater am Marientor von 1500 Zuschauern für seine Leistung beklatscht werden? Oft sind die Mitwirkenden traurig, wenn der letzte Vorhang gefallen ist.

Die Musical-AG ist während der Proben - nicht zuletzt dank der Wochenendproben und der Tourneen - stets zu einer homogenen Gruppe gewachsen. Dieses Gemeinschaftsgefühl überträgt sich auch auf den Zuschauer. Wenngleich die Wochen vor der Premiere recht stressig sein können, so heißt es doch für die meisten Beteiligten: Musical forever!

Werner Kettler