„Eigentlich wollte ich als Jugendlicher einfach nur einen Skatepark und bin so in die Politik gekommen.“ Mit dieser Aussage überraschte der Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir (SPD) die Schülerinnen und Schüler der Jgst. Q1 am 02.07.26 im Selbstlernzentrum unserer Schule.
Als Kommunalpolitiker gelang es ihm später tatsächlich, diesen Skatepark zu verwirklichen. Seit 2013 ist Mahmut Özdemir der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises „Duisburg II“, in dem auch das Abtei-Gymnasium liegt. Um sich die Fragen, aber auch die Sorgen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in seinem Wahlkreis anzuhören, hatte er die Schülerinnen und Schüler zu „Pizza und Politik“ eingeladen. Gut 20 Schülerinnen und Schüler waren seiner Einladung gefolgt und konnten die Fragen stellen, die sie sich zuvor in ihren Kursen „Sozialwissenschaften“ überlegt hatten.
Bei leckerer Pizza, die der Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir spendierte, ging er ausführlich auf die vielen Fragen der Schülerinnen und Schüler ein. So erfuhren sie etwa, dass er selbst keine KI benutze, sondern lieber selbst recherchiere. Er warnte die Schülerinnen und Schüler sogar davor, Inhalte von KI nur blind zu kopieren. Stattdessen empfahl er ihnen, alles immer selbst kritisch zu prüfen und sich auf seriöse Internetquellen zu beziehen. Dies sei wichtig in einer Demokratie, um keinen Fake News zu vertrauen.
Auf eine weitere Frage, wie mit der AfD politisch umzugehen sei, betonte der Bundestagsabgeordnete, dass er die AfD zwar als eine große Gefahr für die Demokratie einschätze, aber ein Verbot dieser Partei für falsch halte. Vielmehr sei die AfD ein Symptom für ein tieferliegendes Problem in unserer Gesellschaft. Die Ursache für den Erfolg der AfD sei in seinen Augen die Sorge vieler Menschen, die sich trotz ihrer Arbeit von Existenzsorgen bedroht fühlten. Genau hier müsse Politik ansetzen und die Sorgen der Menschen ernst nehmen, damit durch eine gerechte Bezahlung „jeder von seiner Hände Arbeit leben könne.“
Danach gefragt, wie er die Zukunft Duisburgs einschätze, äußerte er, dass das Potenzial Duisburgs viel größer sei als die aktuelle Entwicklung zeige. Deshalb müssten bürokratische Auflagen abgebaut und Investitionen getätigt werden, um wieder mehr Arbeitsplätze in Duisburg zu schaffen. Die Priorität müsse auf dem Menschen liegen, damit „Wohnen und Arbeiten“ in Duisburg möglich sei.
Am Ende bedankte sich Mahmut Özdemir bei den Schülerinnen und Schülern für ihre kritischen Fragen und die Schülerinnen und Schüler bedankten sich nicht nur für die leckere Pizza, sondern auch für die umfangreichen Antworten des Politikers. Für weitere Fragen oder Anregungen versprach er den Schülerinnen und Schüler „Ich bin immer für euch erreichbar, schreibt mir einfach eine Nachricht.“