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Solarmobil - Deutsche Meisterschaften des Solarautorennens in Bremen

Ein neuer Wettbewerb, bei dem wir in der Kreativsparte starteten. Das hieß: Das Solarauto musste nicht schnell fahren, sondern sich nur fortbewegen können. Stattdessen sollte es hinsichtlich der Auswahl der verwendeten Werkstoffe nachhaltig sein und zum Motto „50 Jahre Mondlandung“ gestaltet werden. Außerdem war ein Poster zum Auto anzufertigen.

Ideen waren schnell zusammengetragen, die Umsetzung in die Tat machte großen Spaß, war jedoch langwieriger als gedacht, so dass wir einige Nachmittage und Abende in der Schule verbrachten. Wir ließen es uns nicht nehmen, für das Plakat selber Papier herzustellen. Vielen Dank an Frau Kleinschmidt und ihr Team, dass wir dazu die Küche benutzen durften und an Frau Staude für die gute Verköstigung.

Unser Solarmobil erhielt die Gestalt einer Rakete. Als Raketenkörper diente eine Kunststoffflasche, die wir mit alten Zeitungsartikeln (ausgedruckt auf Recyclingpapier) über die Mondlandung beklebten. Den Raketenantrieb deuteten wir durch gelbes, rotes und orangefarbenes Transparentpapier an, das wir in Flammenform unten an die Rakete klebten. Dieses wurde von LEDs in ebensolchen Farben von innen angestrahlt. In die Seitenwand der Rakete bauten wir eine Luke, die sich per Fernsteuerung automatisch öffnet, so dass ein kleines Mondfahrzeug herausrollen kann. Außerdem wurden im Inneren unserer Rakete die Gespräche, die nach der ersten Mondlandung geführt wurden, abgespielt.

Die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften war wieder sehr interessant, man traf andere Schülerinnen und Schüler wieder und konnte sich auch bezüglich des Baus der Solarautos dort gut austauschen. Da das Wettbewerbszelt mitten im Park aufgestellt war, wo die naturwissenschaftlichen Erlebnistage „explore science“ stattfanden, gab es in den Pausen viel zu entdecken. Dort stand auch für die Kleinen Peter Lustigs Bauwagen. Nicht zuletzt eine kleine Besichtigungs- und Shoppingtour durch das wunderschöne Bremen trugen zu einer gelungenen Veranstaltung bei.

Genauere Informationen zu dem Landeswettbewerb „Solarmobil Deutschland“ gibt es hier.

"Lichtblitz" - ein Wettbewerb der IHK Düsseldorf

Solarautorennen – oder: was hat Peter Lustigs Bauwagen mit Solarenergie zu tun? 

Fast schon scheint es für unsere Schule zur Routine geworden zu sein – die Teilnahme am Solarautorennen „Lichtblitz“ der IHK Düsseldorf, an dem sich jedes Jahr viele Schulen aus NRW beteiligen. Seit 2016 vertritt uns jedes Jahr ein kleines Team von Schülerinnen, die sich nach dem Unterricht in ihrer Freizeit ans Werk machen und aus Solarzellen, Motoren und allerlei anderen Bauelementen ein möglichst schnelles Solarauto zusammenbasteln.

Von Anfang an dabei: Leonie Knödlseder, die immer wieder neue Schülerinnen an ihren Kenntnissen, Fertigkeiten und Erfahrungen teilhaben lässt, die sie in drei Jahren Solarautobau und -rennen gesammelt hat.

2019 gehörten zu der Gruppe außerdem Lena Budde und Joana Schindler. Für die drei bedeutete die Teilnahme am letzten Wettbewerb komplett neue Herausforderungen: Erstmals mussten sie in Gruppe B statt in Gruppe A starten. Das hieß: Das Auto sollte nicht nur – wie in den letzten Jahren - eine gerade Strecke von 10 m möglichst schnell zurücklegen. Darüber hinaus soll es dieselbe Strecke bis zum Start wieder zurückfahren, etwa durch eine automatisch ausgelöste Richtungsumkehr des Motors am Ende der Rennbahn.

Lange zog sich dieses Mal die Experimentierphase hin - es wurden verschiedene Möglichkeiten der Umschaltung der Polwendeschaltung, der Anordnung der Solarzellen in einer gemischten Schaltung zu einer möglichsten hohen Leistungsausbeute sowie des Übersetzungsverhältnisses der Zahnräder diskutiert, getestet und optimiert. Schließlich konnten einige Bauteile in den 3D-Druck gegeben und das Fahrzeug zusammengesetzt werden. Dabei ließ es sich nicht vermeiden, an den letzten beiden Tagen Nachtschichten einzulegen, aber das war nichts Neues. Am Wettbewerbstag in Düsseldorf testeten Lena und Leonie kurz vor dem Rennstart siegessicher ihr Auto – schließlich hatten sie die letzten drei Jahre hier den ersten Platz belegt – und stellten fest, dass das Auto anscheinend durch einen Kurzschluss viel zu langsam fuhr. Was jetzt? Die Zeit war zu knapp, um den Fehler zu beheben, doch aufgeben kam für die beiden nicht in Frage. Aus der Tasche holten sie ein altes, etwas ramponiertes Testmodell hervor. Das Problem dabei: es hatte keine automatische Wendevorrichtung und musste am Ende der Strecke per Hand gewendet werden, was enorm viel Zeit in Anspruch nimmt. Die Chancen, auf Platz 1 oder 2 zu kommen und sich dadurch für die Deutschen Meisterschaften (einschließlich kleinem Geldpreis, Fahrt und Übernachtung in Bremen) zu qualifizieren, schwanden dahin.

Das Rennen war ausgesprochen spannend: Fast alle Teams traten in Gruppe B an, einige waren super-schnell, andere waren trotz automatischer Wende langsamer als unser Modell. Nach und nach erlitten immer mehr schnelle Autos Schäden, die nicht mehr behoben werden konnte. Auch unser Auto musste nach jedem neuen Renndurchgang erneut notdürftig „zusammengeflickt“ werden, was dank Industriekleber und Aktivatorspray sehr gut gelang.

Auch wenn es zum Schluss „zu hoppeln“ schien, erreichte es immer noch Spitzenzeiten und Leonie machte ihre Sache beim Umdrehen des Autos so gut, dass wir am Ende zweiter wurden! Ein tolles Ergebnis!