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Der Bilinguale Zweig

Hat Ihr Kind Spaß am Sprachunterricht und ist es interessiert, Englisch ganz besonders gut und gründlich zu lernen? Dann ist es sicherlich geeignet, am "bilingualen Zweig" unserer Schule teilzunehmen.

Bilingual heißt  bei uns, dass die Fächer Geographie, Politik (in der Oberstufe heißt dieses Fach Sozialwissenschaften) und Geschichte auf Englisch unterrichtet werden, zusätzlich zum normalen Englischunterricht. In diesen sogenannten Sachfächern wird nach deutschen Richtlinien in englischer Sprache unterrichtet. Das bedeutet, dass die Schüler Fehler machen dürfen, aber sie müssen die Fachbegriffe in beiden Sprachen korrekt beherrschen und sich so ausdrücken können, dass ein Engländer oder ein Amerikaner sie verstehen kann.

Die Schüler, die den bilingualen Zweig besuchen, freuen sich natürlich darauf, die Fremdsprache Englisch bald fast "perfekt" zu beherrschen. Zunächst aber müssen sie die Bereitschaft zeigen, mehr zu arbeiten als ihre Mitschüler im Standardzweig: In den Jahrgangstufen 5 und 6 wird der Englischunterricht um jeweils 2 Stunden ausgeweitet, um die Schüler vorzubereiten auf den in Klasse 7 einsetzenden Geographieunterricht. Das bedeutet, dass da, wo das Lehrbuch bereits geographische bzw. historische Texte enthält (z.B. über das Wetter, Ausflüge, Ferienreisen, historische Persönlichkeiten wie z.B. Robin Hood), mehr Vokabeln gelernt werden  und auch schon ansatzweise eingeführt wird in die Methoden, die für Erdkunde wichtig sind (die Schüler lernen z.B. Graphiken auf Englisch zu analysieren). Dazu gehören auch bestimmte Lesefertigkeiten (z.B. das Lesen von längeren Texten, das Erstellen von Zusammenfassungen usw.) und natürlich soll auch gelernt werden, wie man selbst unterschiedlichste Texte erstellt (insbesondere Bild- und Vorgangsbeschreibungen). Wichtig ist auch, dass die grammatischen Kenntnisse vertief werden (damit die Lehrbuchtexte im englischen Erdkundebuch mühelos verstanden werden und man sich viel am Unterricht beteiligen kann). Das Erlernen dieser Fähigkeiten geschieht in spielerischer Form und mit Hilfe interessanter  Lektüren.

Aber auch in den nächsten beiden Jahrgängen (7 und 8) ist noch jeweils eine Stunde zusätzlich nötig, um das  Sachfach Erdkunde und Politik in der Fremdsprache genauso gründlich zu lernen wie im muttersprachlichen Unterricht. Bis zur Einführung des dritten Sachfachs (Geschichte) in Klasse 9  haben die bilingualen Schüler so viel gelernt, dass ihnen ein weiteres Fach in der Fremdsprache keine besondere Mühe mehr macht.

Es ist sicherlich noch zu früh, davon zu sprechen, aber der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die bilingualen Schüler auch ein bilinguales Abitur ablegen können. Nach bestandener Abiturprüfung bekommen sie zusätzlich zum normalen Abiturzeugnis eine Bescheinigung in zwei Sprachen, auf der die Teilnahme am bilingualen Bildungsgang detailliert  bescheinigt wird.

Sollte  Ihr Kind jedoch im Laufe der Jahre merken, dass es wider Erwarten dem bilingualen Zweig nicht gewachsen ist, so ist es ihm jederzeit möglich, in den Normalzweig überzuwechseln ohne "Verluste"da es in allen Fächern gleiche Voraussetzungen mitbringt plus zusätzliche Kenntnisse im Englischen, die ihm nur nützlich sein dürften. Umgekehrt ist der Wechsel vom "Normalzweig" in den "bilingualen Zweig" an vielerlei Bedingungen geknüpft, die nur selten erfüllt werden können.