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Abtei-Gymnasium konnte seinen Titel verteidigen und wurde Erster beim „Solarblitz 2017“

(v.l.) Djamila Stockhorst, Leonie Knödelseder und Eliane Stöfken

Noch am Donnerstag letzter Woche, als es um viertel nach elf für alle „hitzefrei“ hieß, machte sich das Solarauto-Team aus der 7c an die Arbeit, um seinen Solarflitzer zu tunen, so dass er noch ein paar zehntel Sekunden schneller wurde. Trotz tropischer Temperaturen im Physikraum war Leonie nicht zu bremsen und nahm noch ein zweites Modell in Angriff - sollte das erste mal nicht so funktionieren wie gedacht. Djamila und Christina sägten Carbonstäbe und Abstandshalter. Der Plan beim zweiten Auto war, nur drei statt sechs Solarzellen wie beim ersten Auto zu nehmen und alles noch leichter zu gestalten: Eine Karosserie gab es nicht - die Solarzellen wurden mit Klebeband zusammengehalten. Statt normalen Rädern wurden Ultraleichträder verwendet - eins wiegt noch nicht einmal zwei Gramm. Nach vier Stunden, einigen Litern Wasser und zwei Pizzen waren wir endlich halbwegs zufrieden mit unseren beiden Modellen.

Die Konkurrenz beim Regionalwettbewerb in der Handwerkskammer Düsseldorf war groß. Doch nach einer Reihe von Renndurchläufen war eine Stunde später klar: Das Abtei-Gymnasium holt mit einer Zeit von 4,39s auf 10 m den ersten Platz! Stolz nahmen Leonie, Djamila und Eliane ihre Urkunde und den Geldpreis entgegen. Der schönste Preis jedoch ist für die Mädchen, dass sie im September bei den deutschen Meisterschaften „SolarMobil“ in Bremen antreten dürfen.

Ideen hat das Team schon, wie es ein noch leichteres und damit schnelleres Auto bauen kann. Mit seinem Know-How steht den Mädchen Prof. Gerd Witt von der Universität Duisburg - Essen zur Seite; noch vor den Ferien bietet er extra für das Abtei-Team einen privaten 3D-Druck-Workshop an, damit die Schülerinnen lernen, leichte Teile für das Solarmobil selber zu drucken. Die Aufgabenstellung wird zudem auch noch etwas schwieriger - das Auto muss am Ende der Strecke von 10 m selbständig wenden und zurückfahren, doch auch hier gibt es schon Ideen, wie man das realisieren kann.

Fehlen nur noch Sponsoren, um die teuren Solarzellen und Räder anzuschaffen, um mit der Konkurrenz mithalten zu können.

Regionalwettbewerb Solar Cup "Lichtblitz"

William, Leonie, Xenja (v.l.)

Abtei-Gymnasium gewinnt den Regionalwettbewerb Solar Cup „Lichtblitz“ der Handwerkskammer Düsseldorf und qualifiziert sich damit für die Deutschen Meisterschaften „SolarMobil Deutschland“ im September 2016 in Wolfsburg  

Leonie, Xenja und William der Klasse 6c jubelten vor Freude, als ihr Solarauto beim „Solar-Cup Lichtblitz“ mit einer Spitzengeschwindigkeit von 4,89 s die zehn Meter lange Rennstrecke zurücklegte. Damit ging der Sieg innerhalb der Gruppe A der Klassenstufen 5 bis 9 dieses Regionalwettbewerbs erstmals an das Abtei-Gymnasium in Duisburg-Hamborn.  

Leonie: „Wir hatten nur wenig Zeit und doch haben es geschafft, das Solarauto zu bauen. Doch ohne Hilfe von Frau Nachmann hätten wir dies nicht geschafft. Der Bau ging ziemlich schnell voran, da jeder von uns eine feste Aufgabe hatte.“ Doch dann ging es darum, das Auto schneller zu machen. Wir beschäftigten uns mit Fragen wie „Welchen Durchmesser dürfen die Räder höchstens haben, damit sie die Trägheit überwinden und sich in Bewegung setzen? - Wie sollen wir die Solarzellen verschalten? - Welcher Werkstoff für die Achsen ist leicht und trotzdem stabil genug? Welches Übersetzungsverhältnis ist am besten geeignet?“ und mussten teilweise ganz schön tief in die Theorie eintauchen. Oberstes Gebot war „so leicht wie möglich“, so dass wir nach einigen Versuchen letztendlich sogar auf eine gewöhnliche Karosserie verzichteten. „Als wir den Bau abgeschlossen hatten, fuhren wir zum Tag der Technik in Düsseldorf. Bis der Wettbewerb losging, schauten wir uns die Ausstellung an, wo viele Stände aufgebaut waren. An jedem Stand konnte man etwas technisches ausprobieren oder bauen. Dann kam auch schon Frau Nachmann und wir starteten das Proberennen. Wir hatten große Angst, dass das Auto nicht am Ende der Strecke ankommt, doch es schnitt schon im Proberennen gut ab. Dann erhielten wir unsere Startnummer und kurz darauf begann das Rennen. Wir kamen in allen Runden weiter und als die Finalrunden anstanden, kamen wir auch in diese. Dort gewannen wir das Rennen und holten den Sieg. Wir freuen uns jetzt auch schon auf die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften „SolarMobil Deutschland“ in Wolfsburg, für die wir uns qualifiziert haben. Wir geben unser Bestes, um in den Ferien ein neues Solarauto zu bauen, mit dem wir das Abtei-Gymnasium im September in Wolfsburg würdig vertreten können.“    

Information zum Tag der Technik/Solar-Cup Lichtblitz: Jedes Jahr richtet die Industrie- und Handwerkskammer Düsseldorf zwei Tage lang den „Tag der Technik“ aus (www.tag-der-technik.de). Ein Höhepunkt ist immer das Solarautorennen „Solar-Cup Lichtblitz“, bei dem 30 Schulen gegeneinander antreten. Jede Schule erhält von der IHK Düsseldorf sieben Solarzellen und zwei Motoren und hat einige Monate Zeit, ein Solarauto zu konstruieren, das eine zehn Meter lange Strecke möglichst schnell zurücklegt.    

Links:

Solar Cup „Lichtblitz“ der Handwerkskammer Düsseldorf – Ergebnisse: www.duesseldorf.ihk.de/Ausbildung/Projekte/Mathe_und_Co/FAQ_Solarautorennenlichtblitz/2596876

Solarmobil Bundeswettbewerb 2016 www.solarmobil-deutschland.de/solarmobil/Seiten/SolarMobil_Deutschland.aspx