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Bilder vom Workshop mit Sara Atzmon

Wir, insgesamt 9 Schüler und Schülerinnen, durften am 08. und 09.11.2018 an einem Kunstprojekt der Zeitzeugin Sara Atzmon teilnehmen.

Sara Atzmon ist eine überlebende Jüdin des zweiten Weltkrieges und hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Geschichte in die Welt zu tragen.

Ich persönlich fand ihre Erfahrungen sehr spannend und mitreißend und denke, dass dieses Projekt sehr wichtig ist.

Zuerst hörten wir ihre Erzählungen und durften dann selbst künstlerisch kreativ werden. Frau Atzmon gab uns währenddessen wertvolle Tipps und motivierte uns, unsere Kunstwerke möglichst groß zu gestalten. Sie selbst verarbeitet ihre schrecklichen Erfahrungen in der Kunst, dies sehe ich als eine sehr positive Form des Umgangsmit ihrem Schicksal. Künstlerische Gestaltung ist eine gute Möglichkeit, schreckliche Dinge zu verkraften und sich damit auseinanderzusetzen.

Insgesamt war dieses Projekt eine wirklich prägende Erfahrung. Von Zeitzeugen kann und muss man lernen. Ihre Sicht auf die Welt ist eine andere als wir sie jemals haben werden. Sie strahlen eine besondere Lebenseinstellung aus und haben ein großes Kämpferherz, an dem wir uns alle ein Beispiel nehmen sollten. Man sollte, solange diese Möglichkeit noch besteht, jede Minute mit Zeitzeugen aufsaugen und sich ihre Geschichten anhören. Irgendwann werden wir diejenigen sein, die die Geschichten weitergeben können, dürfen und müssen. Es muss erinnert und aufgeklärt werden, dafür wollen wir kleinere und auch größere Beiträge leisten.

Marie Lütte, Jg. 10

 

Marie Lütte: Spiegelung im See mit einem gedanklichen Fragezeichen, die für Wiederkehr und für Ungewissheit steht.
Dieses Gesamtbild steht für Unsicherheit und Angst; Angst um das Überleben, Angst vor Verlust, Angst vor Wiederholung, teilweise auch Angst vor Gedanken und Erinnerungen. Insgesamt verwendete ich hauptsächlich dunkle und traurige Farben, um die dramatisch drückende und bedrohliche Atmosphäre darzustellen.
Marie Lütte: Dunkle Fußabdrücke auf grauem Hintergrund. Der etwas hellere Hintergrund bedeutet in dem Fall Hoffnung, während die Fußabdrücke für die Spuren stehen, die diese Zeit hinterlassen hat; Spuren bei den Opfern und ihren Familien, aber auch Spuren in unserer heutigen Gesellschaft.
Sera Demiral: Nach ihrem Vortrag hat Sara uns künstlerische Freiheit gelassen. Ich habe mich entschieden, einen Menschen darzustellen, dessen Haut und Haare schon verblasst sind. Die geschwächte Person ist von einer großen Gedankenblase umgeben die zeigen soll, wie das Denken der Nazis die Gedanken der Menschen vereinnahmte. Viele wussten, was bei den weit entfernten, qualmenden Schornsteinen los war, jedoch haben sie nicht hingeschaut. Der Stacheldraht auf dem Kopf steht für die Abschottung der Menschen und das „arischen Gedankengut“. Man sieht, wie die Person von zwei Armen festgehalten und nach hinten gezogen wird, weil sich viele haben mitziehen lassen oder unter Druck standen.
Pia Backes: Mit diesem Bild möchte ich an die düstere und traurige NS-Zeit erinnern. Die Schienen, die im Vordergrund stehen, erinnern an die vielen Menschen, die mehrere Tage und Wochen in kleinen Waggons eingesperrt waren. In dem Tunnel, den man dort sieht, ist ein schwarzes Loch. Das schwarze Loch stellt die furchtbaren und schlimmen Dinge dar, die auf die Menschen zukamen. Sie wussten nicht, was sie erwarten würde. Viele waren schon in den Waggons von ihren Familien getrennt, andere beteten dafür, nicht von ihren Familien getrennt zu werden. Niemand wusste irgendetwas. Niemand wusste, ob sie überleben, ob ihre Familienmitglieder überleben oder ob überhaupt jemand überleben würde.

Engagiert euch! Stellt euch gegen Diskriminierung, Gewalt und verhindert kommende Kriege. Das Schicksal dieser Welt liegt in euren Händen.

Während unserer Fahrt nach Warschau und unserer Besichtigung der KZ-Gedenkstätte Auschwitz hatten wir die Gelegenheit, mit einer Zeitzeugin zu sprechen, die als Dreijährige in die Kinderbaracke in Auschwitz kam:

"Überall um das Lager war Draht. Meterhoher Stacheldraht mit Betonpfeilern umgab das gesamte Lager. Er stand unter Strom, um uns drinnen zu halten. Doch manche hielten es nicht aus, und gingen freiwilig in den Draht, um zu entkommen. Ich habe das damals nicht wirklich verstanden; Ich war noch ein Kind als ich nach Birkenau kam. Als ich das Lager betrat, war ich drei Jahre alt. Als ich es verließ, war ich fünf.

Meine Familie wurde von mir getrennt. Ich fragte mich, warum ich so alleine war. Ich wurde aus meiner vertrauten Umgebung gerissen, und an diesen Ort voller Angst gebracht. Diese Angst bestimmte mein Leben für die nächsten Monate. Angst vor den Hunden, Angst vor den Ratten, Angst vor den Männern in den weißen Kitteln. Angst, den Tag nicht zu überleben.

Meine Heimat lag tausend Kilometer von Birkenau entfernt, mitten in der Sowjetunion. Wir waren Zivilisten, keine Soldaten oder Politiker. Dennoch kam im Dezember 1943 die Wehrmacht zu uns, um uns zu verhaften. Angeblich hätten wir lokale Partisanen unterstützt, doch zu der Zeit machten Gefängnisse nur solche Razzien, um einen vollen Zug nach Auschwitz zu bekommen. Aus meinem Dorf wurden besonders viele alte Menschen und Frauen mit Kindern verhaftet. Mit ihnen zusammen kam ich in die überfüllten Viehwaggons. Wir hatten keine Nahrung, keine Toiletten und nichts zu trinken. Es war kalt. Die Temperaturen sanken bis auf -20°C, und wir hatten nichts, um uns zu wärmen. Viele starben bereits auf dieser Fahrt, noch bevor wir das Lager erreichten.

Sobald wir dort waren, wurden wir aus den Wagen gezerrt. Wir mussten uns aufstellen, und dann wurden wir aufgeteilt. Wir begriffen sofort, dass dies ein schrecklicher Ort war. Die Scheinwerfer, die die Nacht erhellten, strahlten unangenehm hell auf uns herab, die uniformierten SS-Soldaten schrien uns an, ihre Hunde bellten. Wir leisteten keinen Widerstand, dazu waren wir viel zu verängstigt. Als sie uns dann in zwei Gruppen aufteilten, wurden meine Mutter und ich von meinen Großeltern getrennt. Sie wurden der ersten Gruppe zugeordnet. Diese war deutlich größer als unsere, und bestand aus den alten und kranken Gefangenen. Sie wurden direkt nach rechts in die Gaskammern gebracht.

Meine Mutter und ich wurden mit den anderen Gefangenen nach links gebracht. Dort mussten wir uns für die Quarantäne ausziehen. Alles geschah vor den Augen der Offiziere, sogar das Rasieren. Allen Frauen wurden alle Harre entfernt. Sie haben uns alles geraubt, und nun sogar die Haare. Wir Kinder wurden in die Dusche gebracht. Währenddessen bekamen unsere Mütter die Sträflingskleidung. Als wir sie wiedersahen, erkannten wir sie nicht mehr. Mit ihren kahlen Köpfen und der grau-blau gestreiften Kleidung und den groben Holzschuhen sahen sie fremd aus. Dann bekamen wir unsere Nummern tätowiert. Meine steht heute noch auf meinem Arm. Das war ein sichtbares Zeichen für unseren Eintritt ins Lager. Wir waren keine Menschen mehr, nur noch Nummern.

Sie trennten uns Kinder von unseren Müttern. Sie hielten uns fest, wir weinten und schrien, doch die Soldaten zerrten uns fort. Sie warfen uns zur Seite wie Tiere. Schließlich zerrten sie uns in die Kinderbaracken. Die Frauen, die uns dort bewachten, kamen aus deutschen Gefängnissen. Sie befolgten jeden Befehl und machten alles mit uns, ohne Gefühle, ohne Menschlichkeit. Sie gehörten zur untersten Schicht in der Hierarchie der Täter, sie hatten keinerlei Moral.

Die Baracke war immer dunkel, egal, ob es draußen Nacht oder Tag war. Es gab nur kleine Fenster und eine einzige Lampe. Die Pritschen, auf denen wir schliefen, waren aus Ziegelstein oder Beton. Auf ihnen lagen bereits Kinder, dicht gedrängt. Sie starrten uns mit ihren riesigen Augen, die wegen ihrer Magerkeit hervortraten, an. Wie Skelette sahen sie für mich aus. Die Pritschen waren nur dünn mit Stroh bedeckt. Wenn man Glück hatte, lag darauf eine Decke, starr vor Dreck und Ungeziefer. Es gab weder Toiletten, noch fließend Wasser.

Wir mussten schnell die Befehle auf Deutsch lernen, bestimmte Signalwörter, mit denen wir uns gegenseitig warnen konnten. Wir verständigten uns auch teilweise auf anderen Sprachen, da wir aus vielen verschiedenen Ländern kamen. Dieser Lager-Jargon war für uns überlebenswichtig.

Zum Frühstück gab es eine Scheibe trockenes Brot. Am Mittag gab es eine braune Suppe, die Reste des Essens für die Offiziere. Wir Neuen hatten noch keine Suppenschalen und konnten deswegen nichts essen. Der Hunger war wohl das schlimmste im Lager, und die Insekten, die uns nachts stachen.

Fast alle Kinder in unserer Baracke wurden krank. Die meisten bekamen Bauchschmerzen und Durchfall; die Blockälteste besorgte uns Nachttöpfe. Manche Kinder saßen stundenlang darauf, da sie keiner sauber machte. Dies war auch ein Grund dafür, dass wir langsam abstumpften. Niemand kümmerte sich um uns, jede Handlung war durch Instinkte, den Kampf um das Essen und die Angst geprägt. Vor der Blockältesten hatten wir besonders Angst. Ihre Aufgabe war es, für Ruhe in der Baracke zu sorgen, und wenn ein Kind schrie, zögerte sie nicht, zuzuschlagen. Dann war es ruhig.

Heute sieht man davon nichts mehr in den Baracken. Heute ist alles sauber und gelüftet. Früher stank es überall nach Exkrementen und ungewaschenen Kindern.

Einer, vor dem wir besonders viel Angst hatten, war Dr. Mengele. Sobald wir ihn in die Nähe der Baracke kommen sahen, warnten wir einander und versteckten uns unter den Pritschen und in den dunkelsten Ecken. Doch die, die er fand, nahm er mit und benutzte sie für seine pseudo-medizinischen Versuche. Wir nannten ihn den ,,Todesengel''. Sein Gesicht war wunderschön, doch seine Seele war unmenschlich. Jeden Tag starben unzählige Häftlinge durch seine Experimente. Auch ich wurde von ihm dafür benutzt. Bis heute kann ich noch die Einstichstellen sehen. Ich bekam angebliche ,,Impfungen'', viele davon im Auftrag von großen Pharmakonzernen, die an uns günstig neue Medikamente testen konnten. Doch ich bekam auch Spritzen in die Augen, die angeblich meine Augenfarbe ins arische blau verändern sollten. Einmal nahmen sie mir Blut ab, nur um zu sehen, was dies für einen Effekt auf meinen Körper haben würde. Ich wurde krank, und bekam am ganzen Körper Geschwüre. Doch ich überlebte, auch wenn keiner damit gerechnet hatte. Andere Kinder hatten weniger Glück. Viele erblindeten durch die Experimente, oder starben aufgrund von Hunger oder Krankheiten.

Morgens, beim Morgenappell, kontrollierte die Blockälteste, wer von uns noch am Leben war. Die Kinder, die tot auf ihren Pritschen gefunden wurden, warfen die Soldaten auf Wagen. Nur die Stärksten konnten in diesem Lager überleben. Teilweise rissen die älteren Kinder den jüngeren das Brot aus der Hand, sie handelten nur nach ihren Instinkten. Alle menschlichen Gefühle verschwanden, uns war alles egal. Kaum einer dachte noch an seine Mutter.

Wir saßen den ganzen Tag auf unseren Pritschen. Ich glaube, man nennt es das Kaspar-Hauser-Syndrom, oder auch Waisenkinder-Syndrom. Wir saßen da und wiegten uns vor und zurück, den ganzen Tag lang. Zuneigung bekamen wir nicht, abgesehen von einigen Kindern, die von schwangeren Frauen im Lager profitierten. Sie gaben ihre Milch an andere Kinder weiter, wodurch diese kräftiger waren. Viele wurden durch sie gerettet.

Ich wurde von meiner Mutter gerettet. Sie arbeitete im Außenkommando, das die Weichsel regulierte. Deswegen lief sie regelmäßig an einer Straße nahe des Lagers entlang. Manchmal kamen Dorfbewohner zu dieser Straße, um dort Essen für die Häftlinge zu verstecken. Ab und zu fand meine Mutter etwas, doch anstatt es selber zu essen, kam sie in der Dämmerung an unsere Baracke und gab es mir. Ich habe das Essen sofort verschlungen, weil es mir ansonsten gestohlen worden wäre. In dieser Zeit der Verwahrlosung konnte ich mich kaum an das Gesicht meiner Mutter erinnern. Ich sah immer nur ihre Hände, die das Essen für mich hielten. Durch sie überlebte ich mehr als ein Jahr in Auschwitz-Birkenau.

Eines Tages kam ein Transport aus Warschau mit einer Gruppe Pfadfinderinnen an. Das war das erste Mal, dass wir wieder Zuwendung bekamen. Sie lehrten uns katholische Lieder und Gebete, und sie versorgten unsere Wunden. Doch die bessere Atmosphäre, die durch sie entstand, verschlechterte sich schnell wieder. Mit der nahenden Befreiung kam auch eine nervöse Stimmung in das Lager. Die Täter versuchten, ihre Spuren zu verwischen. Wir hörten häufig Explosionen. Später erfuhren wir, dass sie die Krematorien gesprengt haben. Jetzt ging alles sehr schnell. Meine Mutter brachte mir kein Essen mehr, da sie mit dem Abtragen der Gebäude beschäftigt war. Wir Kinder versanken in Apathie, und bekamen nichts mehr mit. Auch nicht, wie die anderen Häftlinge auf die Todesmärsche nach Deutschland und Österreich geschickt wurden. 70 Kilometer mussten sie zu Fuß gehen, mitten im Winter und ohne vernünftige Schuhe. Diejenigen, die langsamer wurden oder umfielen, wurden erschossen und zurückgelassen. Auch meine Mutter war unter diesen Häftlingen. Ich weiß noch, wie sie vor dem Abmarsch zur Baracke gerannt kam, mir meinen Namen, mein Alter und meine Herkunft sagte und mir einschärfte, es mir zu merken. Dann war sie fort.

Es wurde still im Lager. Uns war dies jedoch egal, wir waren von der Gefangenschaft zu erschöpft, um uns für die Vorgänge im und außerhalb des Lagers zu interessieren. Doch auf einmal erschienen die Soldaten der Roten Armee in der Baracke. Sie gaben uns Brot und Becher mit einem warmen Getränk; Später erfuhr ich, dass dies Kaffee mit Milch war. Mit ihnen kamen Bewohner der umliegenden Städte und Dörfer. Sie wollten wissen, was wirkich im Lager passiert war, da sie manchmal den Rauch aus den Krematorien haben aufsteigen sehen. Sie ahnten, dass Menschen getötet worden waren, doch nun sahen sie die schreckliche Realität unserer Leben. Überall lagen Leichen, Berge von Leichen, die die Nazis nicht mehr verbrennen konnten. Sie waren überrascht, als sie unsere Kinderbaracke fanden. Wir wahren ungefähr 160 Kinder, 40 von uns noch Kleinkinder. Die Leute hatten Mitleid, und nahmen uns mit in ihre Häuser. Ich weiß noch, wie schockiert ich war, als ich die Badewanne mit heißem Wasser und das frisch gemachte Bett sah. Ich dachte, ich wäre in einem weiteren Experiment von Dr. Mengele. Ich fragte mich, wo die Ratten, Hunde und Soldaten waren, und vor allem, wo Dr. Mengele war.

Bis heute bewundere ich das Ehepaar, das mich aufgenommen hat, für ihren Mut und ihre Fürsorge. Ich war voller Läuse, mein ganzer Körper war mit Eiterblasen und Geschwüren bedeckt. Monatelang verließ ich die Wohnung nicht, da ich nicht wusste, wie man ein normales Leben lebt. Ich war schwer krank, der Arzt diagnostizierte Tuberkulose. Er kam jeden Tag und untersuchte mich. Nach einigen Monaten hatte ich wieder die Kraft, im Innenhof zu spielen. Mit den anderen Kindern spielte ich das Leben im Lager nach, ich kannte nichts anderes. Ich gab die Kommandos und stellte Selektionen und Appelle nach. Andere Spiele kannte ich nicht mehr. Ich ertrug damals kaum Berührungen. Wenn jemand die Hand nach mir ausstreckte, fürchtete ich mich vor Schlägen. Drei Jahre später adoptierten mich meine Pflegeeltern. Ich bekam einen neuen Namen, eine neue Identität und die polnische Staatsbürgerschaft. Bis dahin war ich nur eine Nummer.

Als junge Frau traute ich mich nicht, jemandem mein Tattoo zu zeigen. Ich schämte mich für meine Vergangenheit. Doch inzwischen glaube ich, dass es mein Schicksal war, diesen Krieg zu überleben, um heute davon berichten zu können.Und deshalb sage ich euch nun: Die Zukunft dieser Welt liegt in euren Händen. Verhindert eine Wiederholung dieses Schreckens! Wir sind verpflichtet, auch in einer Welt, in der es Wohlstand, Frieden und Glück gibt, von den Geschehnissen in Auschwitz und allen anderen Konzentrationslagern zu berichten, auch für die Kinder und Erwachsenen, die es nicht überlebt haben. Engagiert euch! Stellt euch gegen Diskriminierung, Gewalt und verhindert kommende Kriege. Das Schicksal dieser Welt liegt in euren Händen.

17 Jahre nach dem Krieg traf ich meine Mutter wieder. Sie kam mit dem Todesmarsch bis nach Ravensbrück, wo sie befreit wurde. Ich war damals 22. Wir fanden uns über unsere Nummern. In einem großen Medienspektakel trafen wir uns wieder. Ich habe noch heute den Zeitungsartikel.

Ich entschied mich, in Polen zu bleiben. So ein glückliches Ende ist jedoch nicht allen Überlebenden gewährt worden. Viele fanden ihre Verwandten nie wieder, oder mussten von deren Tod erfahren.

Transkription von Lena, Jg. Q2, 2018

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